Was bedeutet das für die hier durchgeführten Berechnungen des persönlichen CO2-Fußabdruckes?
Bei Inlandsreisen (bis 900 km): Wurde das Flugzeug als notwendiges Verkehrsmittel gewählt, wird dennoch der Zug als "VDST best-practice Wert" für die Berechnung des möglichen CO2-Einsparpotentials verwendet. Dies basiert auf der Entscheidung, dass im VDST keine Inlandsflüge durchgeführt weren sollen.
Bei Auslandsreisen (mehr als 900 km): Wurde das Flugzeug als notwendiges Verkehrsmittel gewählt, wird gemäß der obigen Beispielrechnung (Hin- Rückflug Frankfurt-Hurgahda) ein "VDST best-practice Wert" für die jeweilie Flugreisen von 50% des berechneten Wertes ohne nennenswerte CO2-Vermeidungsmaßnahmen berechnet.
Eine belastbare Berechnung des Einsparpotentials beim Fliegen ist nur anhand eines konkreten Beispieles möglich (und auch dann kann das Ergebnis je nach Rechenmethode und den gemachten Annahmen variieren).
Für eine Modellrechnung nehmen wir folgende Annahmen:
1) Reiseziel Hurghada - ab Frankfurt Flughafen ≈ 3 267 km ein Weg → ≈ 6 534 km Hin- und Zurück.
2) Erwartete CO₂‑Spanne pro Person für Hin‑+Rückflug:
a) Bester Wert: Basierend auf "ICCT" / moderner globaler Durchschnitt ~90 g CO₂/pkm → ≈ 588 kg CO₂.
b) Mittlerer Wert: Basierend auf "Our World in Data" ~157 g CO₂/pkm) → ≈ 1 026 kg CO₂.
c) Konservative Berechnung mit Zubringer und Kurzstreckenflügen ‑ Schätzung (höherer Wert z. B. 200 g/pkm für weniger effiziente Flüge) → ≈ 1 307 kg CO₂.
3) Im Rahmen einer praktische Umsetzung heißt das:
a) Ohne nennenswerte Bemühungen: Hin‑/Rück ~1 t CO₂ / Person als realistischer Mittelwert (variiert jedoch je nach Quelle).
b) Mit maximalen (realistischen) Bemühungen, (neue Jets + 20–30% SAF + Optimierungen): ~40–55% Einsparungen möglich — für unser Beispiel also etwa von ~1 000 kg → ~450–600 kg CO₂.